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Praxis für Logopädie und Psychologie | Mouas & KollegInnen | ||||||||
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Warum eigentlich "Logopädie und Psychologie" ?
Logopädie ist interdisziplinär angelegt, man könnte sagen: sie ist eine Disziplin "zwischen den Stühlen". Und die Psychologie hat hierbei - ebenso wie Medizin und Pädagogik - ihren selbstverständlichen Platz. Ohne die Erkenntnisse aus der psychologischen Forschung wären viele Behandlungsansätze in der Sprach- und Stimmtherapie gar nicht entstanden. So wird zum Beispiel in der Sprachtherapie mit Kindern häufig Bezug auf wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie, der Säuglings- und Eltern-Kind-Forschung genommen. In der Sprachtherapie mit Erwachsenen (zum Beispiel in der Aphasietherapie nach einem Schlaganfall) ist kognitions- und neuropsychologisches Wissen unverzichtbar. In der Stotterertherapie sind einflussreiche Methoden wie die nach Charles van Ryper entstanden, die sich Erkenntnisse aus der Verhaltenspsychologie und -therapie zunutze machen. Auch in die Stimmtherapie fließen Inhalte der Kommunikations- und Persönlichkeitspsychologie als wichtige Bestandteile der Behandlung mit ein. Das heißt nicht, dass jede Sprach- oder Stimmtherapie auch gleich eine Psychotherapie sein muss. Aber um spezifische Therapieerfolge zu erreichen, muss die Therapeutin auch über Basiswissen aus der Psychologie verfügen. Last not least gebürt der Psychologie ein besonderer Stellenwert, weil logopädische Therapie immer eine zwischenmenschliche Begegnung ist. Der Arbeitsprozess wird getragen von der Kommunikation zwischen den Beteiligten, von deren Interesse und Bereitschaft, sich aneinander zu orientieren. Ohne diese Kommunikation fehlt der Therapie die Basis, ein technisches, rein funktionell ausgerichtetes "Üben" greift zu kurz und führt nicht zum gewünschten Erfolg. Sprache und Stimme sind persönliche Instrumente der Kommunikation. Und um die geht es hier.
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